Wundersame Schneeflocke

 

 

 

 

 

 

 

 

Oliver war sieben Jahre als er in den Himmel kam,er durfte sich auf die große Wolke setzen,zwischen die vielen fröhlichen Kinder.Ganz leicht fühlte er sich ,er hatte keine Schmerzen mehr und war auch nicht ein bisschen müde.Er hatte das Gefühl,von Herzen froh zu sein.

Jedes Jahr am ersten Advent,erlaubte Petrus den Himmelskindern durch sein rießiges Fernrohr auf die Erde zu sehen.Oliver stand als vorvorletzter in der langen Schlange und wartete geduldig.

Als er auf die kleine Wolke kletterte,die ihn auf die richtige Augenhöhe zum Fernrohr bringen sollte,war er schon ein wenig aufgeregt,und dann sah er sie,seine Mama.

Sie saß auf der kleinen Gartenbank,auf der sie im Sommer so gerne gesessen und sich gegenseitig Märchen erzählt hatten und, - Oliver sank erschrocken auf die Knie, - seine Mama saß da und weinte.

Ja warum weinte sie denn nur,sie beide hatten doch eine so schöne Zeit gehabt,waren glücklich und zufrieden gewesen in ihrer kleinen Wohnung mit dem winzigen Garten,in den nur die Gartenbank passte.

Viel Geld hatten sie nie gehabt,aber wozu brauchten sie Geld,sie hatten sich doch lieb.Allerdings hatte er bemerkt,wie sehr seine Mama sparen musste,damit er zur Einschulung den Schulrucksack bekommen konnte den er sich unbedingt gewünscht hatte.Es sollte einer mit einem Hund darauf sein,weil er doch so gerne einen echten Hund gehabt hätte,aber der Hausbesitzer erlaubte es nicht.

Als sie den Rucksack kauften,war er schon sehr krank gewesen und darum hatte Mama erlaubt,das Oliver jeden Tag " ich komme in die Schule " damit spielte,ja,er durfte ihn sogar mit ins Krankenhaus nehmen und die Schwestern dort hatten ihn alle sehr bewundert.

Jeden Tag war Mama ins Krankenhaus gekommen,und hatte an seinem Bett gesessen bis zu dem Tag,an dem er so unendlich müde war...

Und nun saß sie auf der Gartenbank und weinte,dagegen musste er etwas unternehmen !

Lange überlegte Oliver,dann sprang er auf,lief zu Frau Holle und bat um eine einzige Schneeflocke.

Verwundert den Kopf schüttelnd,holte sie eine für ihn aus der Schneeflockenkammer.

Vom Himmelstor aus schickte er die Schneeflocke zur Erde,sie fiel genau auf Mama's Hände,die gefaltet auf ihrem Schoß lagen.

Erstaunt blickte Mama auf die Schneeflocke,dann erblickte sie darin fröhliche Kindergesichter,und in der Mitte sah sie ihren Oliver,lachen und...eine Sekunde glaubte sie,er würde ihr zuwinken,aber da war die Schneeflocke schon geschmolzen.

Einen kurzen Augenblick saß Mama noch auf der Gartenbank,dann stand sie auf und ging in die Wohnung.Jetzt weinte sie nicht mehr,nein,sie lächelte sogar ein wenig,denn nun wusste sie,das ihr kleiner Oliver glücklich war und sie hatte erkannt,das sie einen Auftrag von ihm bekommen hatte.

Schnell packte sie einige Sachen in Oliver's Rucksack und machte sich auf den Weg um bis zum Weihnachtsfest möglichst viele Eltern von Himmelskindern zu besuchen und zu trösten,indem sie ihnen von der wundersamen Schneeflocke erzählte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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